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Bei Ausbildung und Einsatz von Brieftauben werden bekanntlich regelmäßig besonders grausame und gemeine „Motivierungs“-Methoden angewandt, etwa sexuelle Frustrierung oder Trennung vom Ei. Ich zitiere aus einer Information im Internet: "Die Tiere leben monogam, werden aber zum jährlichen Partnerwechsel gezwungen, viele akzeptieren dies nicht .... Die Weibchen der Reisevögel werden in Einzelhaft gehalten, da sie sich ansonsten vor lauter Vereinsamung paaren würden. Und ein trächtiges Weibchen umgarnt das Männchen nicht so gut, wenns von der Tour zurückkommt. ( ... ) D. h. sie sehen ihren Mann nur einmal die Woche oder zur Zucht!" Die Ausnutzung sexueller Frustrierung gehört auch zum Rekrutierungsprogramm von Armeen. Ich zitiere aus einem Bericht über das Seelenleben von Soldaten: "'Du wirst ein guter Killer'", sagte der Mann; er war mittelgroß und zäh und rannte mit dem Jungen zehn Kilometer den Fluss entlang. Dann lud er ihn zum Essen, und dort schwärmte er von den Huren in aller Welt, Schweden, Italien, Philippinen, von all den Dingen, die nicht in den Rekrutierungsbroschüren stehen, besondes billig und gut, sagte er, seien die Mädchen in Olongapo. Der Junge war 17, er hatte dreimal mit einer Frau geschlafen. Und wollte zur Armee. Jetzt. Sofort." Was zeigen uns diese Beispiele? Es gibt eine übergreifende Grausamkeit gegenüber Tieren und Menschen. Was Menschen an Tieren verbrechen, das verbrechen sie auch an Menschen. Leo Tolstoi hat dieses allgemeine Phänomen anschaulich und ewiggültig beschrieben: Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben. Was bisher viel zuwenig begriffen wurde, auch von seiten der Tierrechtsbewegung, ist, daß es hier nicht um eine vage, pathetisch überhöhte Veknüpfung geht, sondern um die Summe und Folge konkreter psychologischer Zusammenhänge. Solange wir Krieg gegen Tiere führen, KANN es daher keinen Frieden unter Menschen geben. Diese Botschaft gilt es, den Menschen zu vermitteln. Vegetarismus und in der Folge Veganismus sind keine elitären, privaten oder bizarren Lebensformen, sondern unverzichtbare Voraussetzungen für ein humanes Leben, Überleben und Zusammenleben.
© Helmut F. Kaplan Themenverwandte Artikel: |
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