Wie gefährlich sind Jäger wirklich?


"Jägerei ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."
(Theodor Heuss)

Die Jagd ist eine grauenhafte, verlogene und überflüssige Angelegenheit. Dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit der Tierrechtsbewegung wissen oder ahnen das die meisten Menschen auch schon. Deshalb hat die Jagd, von historisch besonders belasteten Kreisen (wie etwa dem Adel) abgesehen, heute auch einen miserablen Ruf. Insbesondere bei der Jugend. Man kann also davon ausgehen, daß sich das Problem Jagd in zivilisierten Gesellschaften über kurz oder lang von selber erledigen wird – so wie der Stierkampf verboten werden wird und so wie Folter und Todesstrafe bereits abgeschafft worden sind.

Dennoch gibt es – neben den dauernden Jagdmassakern an Tieren - eine Problematik, der wir sofort Aufmerksamkeit schenken sollten: Wissenschaftliche Studien lassen keinerlei Zweifel mehr darüber zu, daß es einen engen Zusammenhang zwischen der Gewalt gegenüber Tieren und der Gewalt gegenüber Menschen gibt. Für einen diesbezüglichen Überblick siehe etwa die Dissertation "Zum psychologischen Zusammenhang zwischen der Gewalt gegenüber Tieren und der Gewalt gegenüber Menschen", Universität Klagenfurt, 2003.

Nun wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen, daß es bei der Jagd um Gewalt gegenüber Tieren geht. Das heißt aber nichts anderes, als daß wir davon ausgehen müssen, daß allein in Deutschland über 380.000 gemeingefährliche Menschen frei herumlaufen. So viele Jäger gibt es hier nämlich. (Natürlich gibt es noch andere gefährliche Zeitgenossen, aber der "Vorteil" der Jäger besteht darin, daß sie leicht identifizierbar sind.)

Sicher: Es ist denkbar, daß die systematische, quasi berufsbedingte Verlogenheit der Jäger (die Behauptung, daß sie nicht aus Mordlust töteten, die Bezeichnung von Blut als "Schweiß" usw.) einen gewissen psychologischen Schutz gegen das Überspringen der Gewalt auf Menschen bietet. Aber es wäre unverantwortlich, sich auf diese vage Vermutung zu verlassen. Bis zum Beweis des Gegenteils müssen alle Jäger als potentielle gefährliche Gewalttäter betrachtet werden.

© Helmut F. Kaplan


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